
Vielleicht kennst du das: Dein Kind kann eigentlich lesen, aber es will nicht so recht. Es stockt, schweift ab, wird müde und nimmt freiwillig kein Buch in die Hand. Lesen muss nicht immer bedeuten, still auf der Couch zu sitzen und lange in ein Buch zu vertiefen. Manche Kinder tauchen ganz selbstverständlich in diese Fantasiewelten ein, andere erleben genau das als anstrengend und verlieren schnell die Lust. Und das ist völlig in Ordnung. Denn Lesen kann auch anders aussehen: bewegt, spielerisch und mitten im Alltag.
Hier findest du einfache Ideen, die ohne großen Aufwand genau dort ansetzen und dein Kind ganz nebenbei beim Lesen stärken. So wird der Leseprozess für dein Kind Stück für Stück leichter und die Freude am Lesen wächst ganz nebenbei.
Wort-Suche
Bestimmt ein häufiges Wort (z.B. „und“). Stellt einen Timer auf zwei Minuten. Wie oft findet dein Kind dieses Wort in der kurzen Zeit in einem Buch, einer Zeitschrift oder einem Prospekt? Notiert das Ergebnis. Kann dein Kind beim nächsten Mal die Anzahl der gefunden Wörter steigern? Eine Liste mit geeigneten Wörtern findest du unten zum Download.
Einkaufsliste vorlesen
Lass dein Kind am Weg zum Geschäft die Einkaufsliste vorlesen – oder auch im Geschäft, wenn du die Geduld hast 😉 „Was brauchen wir noch?“
Lese-Ort würfeln
Beim Lese-Ort Würfeln entscheidet der Zufall, wo gelesen wird. Dein Kind würfelt und liest für ein paar Minuten (10-Minuten Timer oder Sanduhr mitgeben!) an einem ungewöhnlichen Ort, zum Beispiel in eine Decke gewickelt in der Badewanne oder unter dem Esstisch. Manchmal reicht ein Perspektivenwechsel für mehr Lesemotivation. Ein Würfelblatt gibt es blanko und mit Ideen unten zum Download!
Basteln und experimentieren
Bastelanleitungen oder kleine Experimente geben dem Lesen einen direkten Sinn. Dein Kind liest Schritt für Schritt und setzt das Gelesene sofort um. Das motiviert besonders Kinder, die beim reinen Lesen schnell abschalten. Anleitungen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden findest du unten!
Lese-Aufträge
Leseaufträge bringen Abwechslung ins Lesen. Dein Kind zieht eine Karte und setzt den Auftrag direkt um. Dadurch wird Lesen lebendig und spielerisch. Gleichzeitig wird die Lesegenauigkeit gefördert. Arbeitsauftrags-Kärtchen findest du zum Download unten!
Schwierige Wörter trainieren
Gibt es Wörter, über die dein Kind beim Lesen immer wieder stolpert? Schreibt sie mehrmals auf Kärtchen und verteilt sie in der Wohnung (z.B. auf freie Flächen legen, auf das Fenster kleben). Dann schickst du dein Kind los: „Hole 3 Mal das Wort Stiefel!“ Dann saust sein Kind durch die Wohnung und sammelt drei Stiefel-Kärtchen ein. Das geht auch neben dem Kochen oder Aufhängen der Wäsche. Nach 3-4 Runden spielt ihr umgekehrt: „Verstecke in der Wohnung 2 Stiefel-Kärtchen.“ So sind die Kärtchen gleich wieder bereit für die nächste Suche.
Kochbücher und Reisekataloge
Habt ihr viele Kochbücher zu Hause stehen? „Wie viele Rezepte findest du mit Mehl?“ Oder ihr sammelt Reisekataloge: „Wie viele Hotels findest du mit Pool? Mit Fahrradverleih? Mit Halbpension?“
Die große Lese-Challenge
Lesen lebt von Regelmäßigkeit. Lade dir das Poster herunter, hänge es gut sichtbar auf und jedes Mal, wenn dein Kind ein Lesespiel gemacht oder geübt hat, darf es ein Buch ausmalen oder durchstreichen. Sind alle Bücher geschafft, feiert ihr ein Lesefest – vielleicht mit einem Eis-Buffet mit Streuseln und Schokosauce, einem Abend voller Lieblingsspiele, oder einer anderen Aktivität, die gut zu eurer Familie passt. Die Poster zur Lese-Challenge in verschiedenen Schwierigkeitsgraden kannst du hier kostenlos herunterladen.






